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6 gegen 6, Zuspieler auf der Pos. 3, keine Spezialisierung, Einerblock

Aufschlag und Aufschlagannahme

Angriff und Abwehr

Angriff und Abwehr Varianten

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Erläuterungen

Neben dem bereits dargestellten Standard-Annahmeriegel werden in der Literatur auch alternative Annahmeformationen für das Spiel 6 gegen 6 im Anfängerbereich vorgeschlagen, bei denen ebenfalls auf eine Spezialisierung verzichtet wird. In dieser Animation werden vier Varianten vorgestellt und kurz erläutert. Bei allen Varianten befindet sich der Zuspieler auf der Pos. III.
Beispiel A Pyramidenform
Hier bilden die Spieler auf den Pos. II und IV einen Zweierriegel, der den Spielfeldbereich vorne in der Mitte abdeckt, die Pos. V, VI und I sind für die Annahme im Hinterfeld zuständig, damit ähnelt der Riegel einschließlich des Zuspielers einer Pyramide. Ausgangspunkt für diesen Vorschlag war eine ältere Analyse der Verteilung der Aufschläge im Schulsport. Mehr als der 75% Aufschläge landeten demnach in einem Bereich, der in der W-Formation nur durch die Spieler auf den Positionen IV, V und VI abgedeckt wird (s. u.).In der Pyramide – auch M-Formation genannt, können nun vier Spieler diese Aufschläge annehmen mit einem in der Regel deutlich kürzeren Bewegungsweg zum Ball.
Beispiel B/C Fünferriegel Halbkreisformation
Dieser Riegel wird u. a. von Schulz, Elsäßer & Gerlach 2012 für die Annahme von langen und harten Aufschlägen empfohlen.
Er bietet auch die Möglichkeit, wie in Beispiel C gezeigt, einen schwachen Annahmespieler aus dem Riegel herauszunehmen und nur mit vier Spielern anzunehmen. Dies würde dann allerdings in Bezug auf die Annahmesituation eine Abweichung vom Prinzip der sechs Universalisten bedeuten.
Beispiel D Sechserriegel, situationsgebundener Angriffsaufbau
Bei diesem Vorschlag, der vor allem in den Veröffentlichungen von Papageorgiou et al. (u. a. 1992, 2012) zu finden ist, gibt es keinen Zuspieler am Netz, sondern es nehmen alle sechs Spieler an. Dabei bilden die Spieler auf den Positionen II, III, und IV einen Dreierriegel und decken den vorderen Spielfeldbereich ab, die Positionen I und V stehen auf Lücke im Hinterfeld. Die Position VI ist für das Mittelfeld zuständig, hat ihre Position allerdings etwa etwas mehr auf die rechte Seite verschoben. Bei der Annahme wird das Feld gedanklich in zwei Hälften geteilt. Liegt der Annahmeort aus der Perspektive der Annehmenden in der rechten Hälfte, erfolgt die Annahme auf die Pos. IV, liegt er in der linken Hälfte wird der erste Pass zur Pos. II gespielt.
Als Vorteile dieser Formation wird u. a. genannt, dass bereits Anfänger früh mit der Bewältigung von „wenn-dann Situationen“ konfrontiert werden und dadurch die „kognitive Kompetenz der Spieler und das Volleyball als Bewegungspiel“ (Papageorgiou & Czimek, 2012, S. 148)gefördert werden.
Bezogen auf den Schulsport muss allerdings auch gefragt werden, ob dieser anspruchsvolle Riegel nicht unter Berücksichtigung der Zahl der zur Verfügung stehenden Sportstunden mit dem Schwerpunkt Volleyball für viele Schüler eine Überforderung darstellt

Anmerkung:
Dieser Vorschlag wurde 1993 veröffentlicht. Damals gab es noch den 3m breiten Aufschlagraum hinter der Pos. I. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Aufschläge, wenn die ganze Spielfeldbreite hinter der Grundlinie für den Aufschlag genutzt werden kann, nun insgesamt symmetrischer verteilen.

Quellennachweise:
Papageorgiou, A. & Spitzley, W. (1992). Handbuch für Volleyball: Grundlagenausbildung. Aachen: Meyer & Meyer.
Papageorgiou, A. & Czimek, V. (2012). Volleyball spielerisch lernen (3. Aufl.). Aachen: Meyer & Meyer.
Schulz, W, Elsäßer, A. & Gerlach, J.(2012). Volleyball an weiterführenden Schulen. Stuttgart: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.




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